Körperformen

Jetzt hast du dir wahrscheinlich schon ein Tragesystem für euch ausgesucht, welches dir auf anhib sypatisch erscheint und weißt auch schon welche Größe der Tragehilfe, für das Baby benötigt wird.  Neben den ergonomischen Eigenschaften, welche eine Tragehilfe für das Baby erfüllen sollte, kommt es auch noch auf ein paar körperliche Voraussetzungen an. Die Schultern des Tragenden und Taillenform sind oft ausschlaggebend ob eine Tragehilfe als bequem oder unbequem empfunden wird. Welcher Typ bist Du?


Deine Schultern

Kantig und Breit?

Hier wird dir sehr viel Auswahl geboten. Breite Träger wie bei der JoNo oder Fräulein Hübsch, können passen ohne zu nah an deinen Hals zu rutschen, wie es oft bei schmalen oder rundlich / abfallenden Schultern der Fall ist. Klar, dass hier auch alle schmalen Träger passen. Doch letztendlich entscheidet wie immer dein Gefühl und das Wohlbefinden ob die Trägerform zu dir passt.

KLein und schmal?

Hier fallen zwar die Tragen mit breiten Trägern raus, trotzdem gibt es noch einiges zu testen. Hier wird gerne zu zierlichen Tragen gegriffen, bei denen die Träger nicht zu breit und auch  nicht zu voluminös gepolstert sind. Bei kleinen zierlichen Menschen wird beispielsweite die Bondolino oft als zu wuchtig empfunden. Hier passt allerdings oftmals die TaiTai von Kokadi gut, oder die Träger der MaMo und der Mysol von Girasol. Bei den Fullbucklen wird an dieser Stelle gerne die Limas, EmaiBaby oder auch die Ruckeli hergenommen.

rundlich und abfallend?

Bei abfallenden Schultern hilft Begrenzung. Denn hier rutschen die Träger gerne mal hoch zum Hals, wo sie einschneiden können oder auf den Trapezmuskel drücken. Auch in die andere Richtung rutscht gerne mal alles über die Schulter hinunter. Das kann vermieden werden, indem wir zum einen, die Träger hinten überkreuzen (das ist bei allen Wrapconversionen, Halfbuckles, MaiTais und auch bei einigen Fullbuckles möglich). Eine gute Alternative zum Überkreuzen können ergonomisch geformte  Träger, wie bei der EmaiBaby  sein. Sollte eine Fullbuckle mit geraden H-Trägern vorhanden sein, die man nicht überkreuzen kann, kann das enger Stellen der Verbindungsschnalle im Nacken Abhilfe schaffen.



Trägerformen

C-Träger

Ergonomisch (C-förmig) geschnittene Träger, wie bei der EmaiBaby (oder der Tula), sind oftmals nicht zum kreuzen gemacht und liegen meist gut an den Schultern des Tragenden an. Teste ob dir die Form recht ist oder es dir mit einer Überkreuzung im Rücken angenehmer ist.

H-Träger

H-Träger sind wie bei der manduca meist gerade geschnitten, hier kann es vorkommen, dass die Träger nicht komplett auf der Schulter aufliegen und punktueller Druck auf den Trapezmuskel ausgeübt wird. Eine ganz einfache aber effiziente Möglichkeit ist es, die Träger zu überkreuzen und schon liegen sie ganz auf. Das Gewicht wird breitflächiger verteilt, sowie der Druck auf den Trapezmuskel gelindert / verschwindet.

X-Träger

X-Träger, wie hier bei der Rookie, werden überkreuzt getragen. Überkreuzt liegen sie optimal auf der Schulter auf. X-Träger sind oft breiter und werden unbequem wenn sie wie H-Träger angebracht werden. Auch die Ruckeli hat Träger, die ihre Aufgabe am besten als X-Träger übernehmen.



Deine Hüfte und Taille

schmal und durchgehend gleich?

Besonders Männer haben eine Taille die geradlinig vom Brustkorb bis zur Hüfte verläuft. Bei schmalen und hochgewachsenen Papas die keine Taille besitzen, hat sich oft der gänzlich durchgepolsterte Bauchgurt des Bondolinos von Hoppediz oder der Rookie bewährt. Auch bei Bandscheibenvorfällen im Lendenwirbelbereich ist es von Vorteil, wenn hier keine Schnalle drückt. Auch Hüftgurte die unten bauchig geschnitten sind, können hier gut passen.  Wichtig ist, den Gurt immer gut fest zu machen, denn gerade bei dieser Taille rutschen die Gurte leicht nach unten.

die klassische Sanduhrenform?

Die Sanduhrenform zeichnet sich dadurch aus, dass die Taille viel schmaler ist als der Brustkorb und die Hüfte. Gerade Bauchgurtformen neigen ein wenig dazu, bei einer Sanduhrenform, immer an die schmalste Stelle zu rutschen. Egal wo man ihn anfangs platziert, er rutscht nach einiger Zeit gerne an die engste Stelle. Vor allem passiert dies bei breiteren Bauchgurten mit einem glatten Oberstoff. Da wir bei den Neugeborenen den Bauchgurt anfangs in der Taille platzieren, ist dies erst viel später von Bedeutung. 

etwas mehr auf der Hüfte?

Hier ist die Hüfte etwas schmaler als die Taille. Für etwas mehr Bauch oder schwerere Kinder ist eine breitere, bauchig geschnittene Hüftgurt-form super. Diese Bauchgurtform nimmt viel Gewicht ab und leitet es auf den Hüftkamm. Letztendlich hilft aber auch hier nur Austesten. Wenn das Gurtband des Hüftgurtes sehr weit gestellt werden muss, kann es manchen Eltern in der Taille einschneiden. Einige Hersteller bieten dazu eine Hüftgurterweiterung und wie bei der Marke Huckepack auch eine zusätzliche  Hüftgurtpolsterung an.



Bauchgurtformen

ungepolstert

Ungepolsterte Bauchgurte sind meist auch ohne Schnalle und werden zugebunden, bzw. mit einem Knoten geschlossen.  Dies kann Vorteile haben, wenn die Eltern sehr dünn sind und die normalen Bauchgurte nicht eng genug zu stellen sind. Sobald die Trage keinen gepolsterten Bauchgurt aufweist und dazu noch mit einem Knoten geschlossen wird, ist die Längeneinstellung sehr flexibel.  Tragehilfen mit Schnalle und gepolstertem Bauchgurt von den Marken Mysol, Emei Baby oder Cybex Maira Tie, gehen oft auch gut bei dünnen Eltern. Didymos bietet auf Anfrage einen Bauchgurt ab Gr. 32 an, den es auch einzeln zu kaufen gibt.

gerade gepolstert

Viele Tragehilfen weisen einen geraden Bauchgurt auf, der unterschiedlich breit und dazu auch in unterschiedlichen Sträken gepolstert ist.   Gerade bei Neugeborenen wird gerne zu minimalistischen Tragehilfen gegriffen. Diese Bauchgurtform ist da sehr beliebt und charakteristisch für viele Halfbuckles. Auch immer mehr Wrapconversionen weisen einen solchen Bauchgurt auf und werden dadurch immer beliebter.

bauchig ausladend

Diese Bauchgurte werden manchmal etwas tiefer getragen damit sie gut sitzen und ganz aufliegen. Sie kann man daher eher als Hüftgurt bezeichnen.  Die meisten Fullbuckle besitzen einen bauchig ausgeformten Hüftgurt. Bei der Emei Baby, Ergo Adapt, Limas, Flex oder bei der manduca sind die bauchigen Hüftgürtel noch etwas schmaler. Wer richtig breite Hüftgurte, die nach unten hin stark ausgeformt sind sucht, schaut am besten bei den Marken Buzzidil, Huckepack und z.b. JoNoBaby. Huckepack hat zudem auch eine Wrapconversion und einen Halfbuckle mit breitem Hüftgurt.